KNX (früher EIB) – was ist das?

Neben der konventionellen Elektroinstallation funktioniert das KNX-Bus-System anders:

Ein konventionelles System führt die Energie der 230V-Leitung über einen Schalter oder sonstige Bedienstellen an einen entsprechenden Verbraucher.

Der Dimmer regelt das Licht, der Jalousieschalter den Rollladen, das Thermostat die Heizung etc.

Eine Variante, die sich seit Jahrzehnten bewährt und noch lange kein “alter Hut” ist.

Die Nachfrage nach mehr Wohnkomfort und Flexibilität bei Änderungen sowie intelligenter Gebäudesteuerung steigt jedoch stets. Ein konventionelles System zu ändern ist oft mit viel Aufwand, Staub/Schmutz und Nachbesserungen verbunden.

Sorgen, die es bei einer KNX-Installation nicht wirklich gibt.

Die 230V-Leitung wird nach wie vor benötigt, allerdings wird die Energie nun direkt vom Verteilerkasten zum Verbraucher geführt.

Der zuvor im Zimmer installierte Schalter zur Trennung der Energiezufuhr sitzt nun im Verteilerkasten, sogenannten Aktoren.

Angesteuert werden diese Aktoren von den Sensoren, welche den Schalter im Zimmer ersetzen. Aktoren und Sensoren sind im ganzen Haus miteinander vernetzt. Hierzu wird eine Steuerleitung von Schalter zu Schalter verlegt, jedes Gerät kann so mit jedem Gerät kommunizieren, ohne je eine Wand beschädigen zu müssen.

Nun, nur das Licht ein- und auszuschalten ist nicht gerade ein Kaufargument für ein KNX-System..

iDe Grundidee ist eine andere: Sämtliche Gewerke im Haus sollen vereint sein, ohne herstellergebunden arbeiten zu müssen.

Die KNX Association steht über diesem Konzept und gibt hier die Regeln vor. Sämtliche Schalterhersteller oder sonstige Hersteller von KNX-Produkten müssen sich diesen Standard unterordnen und sind somit alle untereinander kompatibel. Der Schaltsensor der Firma XY kann also den Aktor der Firma ZY ansteuern.

Das Heizungsventil, der Rollladen und das Licht werden direkt zum Verteilerkasten an die entsprechenden Aktoren geführt.

Der Sensor wird am PC so programmiert, dass er die zugehörigen Geräte ansteuert. Änderungen werden fortan mit dem Laptop vorgenommen und nicht mit dem Bohrhammer!

Ein kleines Beispiel aus der Praxis:

Man stelle sich ein größeres Wohnzimmer vor, eventuell auch mit Essmöglichkeit, ca 40m².

Ringsum sind einige Fenster, jedes mit einer Jalousie. Eine Leuchte ist auch nicht ausreichend, also wurden 4-5 Leuchtengruppen oder Einzelleuchten angelegt.

Außerdem kommt im Winter die Fußbodenheizung zum Einsatz.

Im Neubau ist diese Situation immer öfter anzutreffen.

Konventionell installiert würde man an der Tür eine Sammlung an Schaltern wiederfinden, um überhaupt das Wohnzimmer kontrollieren zu können.

Natürlich kann man die Jalousieschalter an die Fenster auslagern, welches die Schalterhäufung am Eingang reduziert, aber wir sprechen hier von Wohnkomfort und nicht von dem morgentlichen und abendlichen Spaziergang durch die Wohnung.

Wie wäre es, wenn Sie alle Leuchtengruppen mit nur einem Tastendruck auf Ihre gewünschte Helligkeit dimmen könnten? Und gleichzeitig die Jalousien auf die gewünschte Höhe und die Lamellen nach Wunsch einstellbar wären? Beim Verlassen genügt ebenfalls ein Tastendruck, um die Lichter auszuschalten und die Jalousien zu vollständig zu schließen. Die Fußbodenheizung weiß durch Ihre Steuerung auch Bescheid, wann Sie sich im Raum aufhalten und regelt sich unaufgefordert mit.

Konventionell kaum realisierbar, mit KNX kein Problem!

Von jeder Stelle im Haus!

Darüber hinhaus kann man automatische Abläufe eingeben, welche z.B. die Jalousien bei höheren Windgeschwindigkeiten selbstständig hochfahren lässt, um eine Beschädigung zu vermeiden.

Andersrum fährt die Jalousie runter, sobald ein gewisser Sonnenstand erreicht wurde, um ein übermäßigen Aufheizen des Raumes im Sommer zu vermeiden, natürlich nur solange kein Wind geht.

Lassen Sie das Gebäude für sich denken!

  • Nie wieder die Heizung unnötig laufen lassen, solange Sie in der Arbeit sind.
  • App-Steuerung und Fernzugriff möglich, mit Handy, Tablet oder PC
  • Zentralfunktionen kein Problem mehr: z.B. Schalten Sie die gesamte Beleuchtung von Ihrem Bett vor dem Schlafen aus, oder schalten Sie sie an, um Einbrecher abzuwehren.
  • Visualisierungen: z.B. ein kleines flächenbündiges Display in Ihrem Wohnzimmer, von dem Sie Zugriff auf die gesamte Gebäudesteuerung haben.
  • Kombination von Beleuchtung, Jalousien, Heizung, Lüftung, Klima, Alarmsysteme, Energieverbrauchszähler, Sprechanlage und Internet. Und Das ist noch nicht alles!

Wir beraten Sie gerne über die Vor- und Nachteile von konventionellen Lösungen und dem KNX-Bus